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SEO für Baidu

Es gibt einige Diskussionen darüber, wie man seinen Content am besten für die Chinesische Suchmaschine Baidu optimiert. Zu Recht! Die Berichte über das Wachstum der Chinesischen Online Wirtschaft häufen sich. Das Wachstum verdankt die relativ junge Branche nicht zuletzt Initiativen der Chinesischen Regierung, die insbesondere das Wachstum der ländlichen Gegenden zu einer der obersten Prioritäten erhoben hat. Und dies beinhaltet die Entwicklung der Internet-Infrastruktur.

Das Handelsministerium berichtet, dass sich der Online Markt im ländlichen China im Jahr 2015 auf 51$ Mrd. verdoppelt hat. Und laut JP Morgan werden nur 10,9 Mio. der in den Jahren 2015 bis 2018 neu zu erwartenden 159,9 Mio. Internetnutzer aus den drei größten Regionen, nämlich Beijing, Guangdong und Shanghai, kommen. Der Rest wird aus anderen, sprich wesentlich ländlicheren Regionen kommen.

Vor dem Hintergrund solch imposanter Wachstumszahlen im Onlinebereich, wird es immer wichtiger auch in der Suchmaschine mit dem größten Marktanteil in China – Baidu – sichtbar zu sein. Und Content, der in Google oder Bing gute Positionen erzielt, muss nicht zwingend auch bei Baidu gut zu finden sein.

Deshalb haben wir eine Liste der Punkte zusammengestellt, die in keiner SEO-Strategie für Baidu fehlen dürfen

Content is . . . Kaiser?

Wer kennt es nicht, das Credo des Content Marketings: Content is king .Und genau wie Google hat auch Baidu seine Algorithmen um guten von schlechtem Content zu trennen. Baidu geht aber im Vergleich zu seinen westlichen Counterparts an einigen Stellen noch ein paar Schritte weiter, um sicherzustellen, dass der Content, der den Usern angeboten werden soll, auch wirklich gut genug ist.

  • Einzigartiger content: Für Baidu ist es noch wichtiger, dass der veröffentlichte Content auch wirklich einzigartig ist. Und nicht schon woanders im Internet zu finden ist. Baidu verhängt recht drakonische Strafen falls Kopien des Contents bereits woanders zu finden sind. Dies bedeutet, dass man noch vorsichtiger mit Duplicate Content sein sollte als dies ohnehin schon der Fall ist.
  • Qualität und Quantität: Wie gesagt, einzigartig muss der Content sein, aber er sollte auch eine Mindestlänge von 300 Wörtern haben. Jedoch gilt auch hier, dass man erst den Wettbewerb prüfen sollte, wie lange die Beiträge dort sind. Wenn der Wettbewerb bereits mit längeren Beiträgen zu finden ist, werden auch hier 300 Wörter alleine nicht reichen.
  • Immer wieder frischer Content: Baidu schätzt Websites, die regelmäßig aktualisiert werden, d.h. Baidu ist ständig auf der Suche nach frischem Content. Hier kann unter Umständen ein Blog helfen, der regelmäßig mit nutzwertigen Beiträgen bestückt wird und somit dem Baidu-Algorithmus signalisiert, dass er es hier mit einer Autorität in seinem Fachgebiet zu tun hat, die in der Lage ist, regelmäßig frischen Content zu produzieren.
  • Sprache und Übersetzung: China ist bekanntlich ein riesiges Land mit vielen Sprachen und Dialekten (200 um genau zu sein). Dies bedeutet, dass ein bestimmter Begriff verschiedene Bedeutungen haben kann. Und wenn ein Blog allzu häufig mit den falschen Begrifflichkeiten hantiert, kann dies negative Auswirkungen im Ranking haben. Also auch hier macht es absolut Sinn bei Übersetzungen nur mit Profis zu arbeiten, die das Land kennen sowie Sprache und Kultur beherrschen! Dabei gilt zu beachten: Baidu bevorzugt Vereinfachtes Chinesisch gegenüber Traditionellem Chinesisch. Sollte Ihr Sprachdienstleister an dieser Stelle eine Wissenslücke haben, sollten Sie ihn vorsichtig darauf hinweisen.
  • Title tag: Wie auch die westlichen Suchmaschinen legt Baidu Wert auf einen Title Tag. Da aber Vereinfachtes Chinesisch den Platz von zwei Zeichen unseres Zeichensystems benötigt, bleiben von 75 verfügbaren Zeichen nur 35. Auch hier funktionieren Keywords oder Markennamen besonders gut.
  • Meta tag keyword: Ja, Baidu liest noch das Meta Tag Keyword aus. Während Google dies längst hinter sich gelassen hat, sollte man also weiterhin zumindest jenen Content, den man für Baidu erstellt, noch mit dem Keyword Tag versehen. Hierbei gelten drei bis fünf Keywordphrasen pro Seite als oberer Richtwert.
  • ALT tags bei Bildern: Auch Baidu bemisst dem ALT Tag großen Wert bei. Es gilt daher auch in China als wichtiger Bestandteil der Seitenoptimierung.

Rechtliche und technische Anforderungen an SEO für Baidu

Die Chinesische Regierung hat ihre eigene Einstellung zu Themen wie dem Recht auf freie Meinungsäußerung und dies gilt auch für das Internet. Der Marktführer in chinesischen Onlinemarkt verlangt von seinen Nutzern die strikte Einhaltung der Auflagen der Regierung. Darüber hinaus gibt es noch ein paar technische Überlegungen, die man im Vorfeld im Rahmen einer SEO-Strategie für Baidu anstellen sollte.

  • Zensur: Von gewissen Themen und Begriffen möchte die chinesische Regierung einfach nicht, dass sie im Internet diskutiert werden. Verwendet man diese Begriffe, kann es sein, dass die entsprechende Seite oder gleich die komplette Website aus dem Index genommen wird und somit nicht mehr auffindbar ist. Eine Liste mit diesen Begriffen findet man auf dieser Seite.
  • Lizenz zur Veröffentlichung von Internetinhalten: Mindestens genauso wichtig, wie das Vermeiden gewisser Begriffe ist der Erhalt einer Lizenz zur Veröffentlichung von Internetinhalten (Internet Content Publishing License), die vom Chinesischen Ministerium für Industrie und Informationstechnologie vergeben wird. Chinese Ministry of Industry and Information Technology. Ohne diese Lizenz wird keine Website bei Baidu gelistet.
  • Domains: Jeder stolze Betreiber einer .com-Website sieht sich der Versuchung ausgesetzt, seinen bereits bestehenden Seiten eine weitere (chinesische) Sprachversion hinzuzufügen. Dies wird mit Baidu aber selten zum Erfolg führen. Der Königsweg zum Interneterfolg führt über einen Hostingprovider in China zu einer.cn-Domain. Auch eine CN-Subdomain wird nur wenig Erfolg haben. Baidu erwartet eine .cn Top Level Domain.
  • Anschrift: Bitte stellen Sie sicher, dass auf Ihrer Website eine Geschäftsanschrift in China aufgeführt wird. Baidu geht davon aus, dass für chinesische User Anbieter aus dem Ausland erstmal weniger interessant sind.
  • Site speed: Ein großes Argument für das Hosting einer Website bei einem chinesischen Internetprovider ist die Site Speed. Ähnlich wie die westlichen Suchmaschinen auch bevorzugt Baidu Webseiten, die schneller laden. Zur Erhöhung der Site Speed trägt nicht nur die rein geographische Nähe bei, sondern auch die Tatsache, dass Inhalte von außerhalb Chinas zunächst einmal die große chinesische Firewall passieren müssen. Diese Firewall ist ein Moloch an rechtlichen und technischen Regeln, die jedes Datenpaket passieren muss, was die Ladezeiten einer Website erheblich verlangsamt.
  • robots.txt: Baidu ist vorsichtig ausgedrückt kein großer Fan der kleinen Robots-Datei namens robots.txt. Sollten Sie Ihre Seite also für Baidu optimieren, dann hinterlegen Sie alle Informationen, die normalerweise in der robots.txt landen würden in einer .htaccess-Datei oder konfigurieren Sie den Webserver entsprechend.
  • JavaScript und Flash: Die Crawler von Baidu sind nicht besonders gut darin, Inhalte aus Flash oder JavaScript auszulesen. Von daher sollte man diese Programmierung eher sparsam einsetzen oder am besten parallel eine html-Version dieser Seiten anbieten.

Was zählt ist der Kaiser, Verzeihung, der Content!

Was wir oben aufgelistet haben, sind ein paar technische Besonderheiten, die es im chinesischen Markt zu berücksichtigen gilt. Über Erfolg oder Misserfolg entscheidet aber (sofern man technisch alles richtig gemacht hat) die Qualität des Contents und da sind sich Google und Baidu dann doch wieder sehr ähnlich. User, Leser und potentielle Kunden sind auf der Suche nach relevantem Content. Wer diesen Bedarf erfüllt ohne die technischen Auflagen zu vernachlässigen hat auch gute Chancen in einem der dynamischsten Online Märkte der Welt erfolgreich zu sein.

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International SEO – Ein neues Geschäftsfeld für Übersetzungsunternehmen und Freiberufler

Als Google das erste Panda Update im Algorithmus ausrollte, war das heftiger Schlag gegen Content Farmen. Vor dem Panda Update waren Content Farmen in der Lage das Ranking ihrer Kunden durch enorme Mengen an minderwertigem Content nach vorne zu bringen. Im Folgenden möchte ich erklären, wie ein süßer Panda ganze Content Farmen in die Knie zwingen konnte und was das mit der Übersetzungsbranche zu tun hat.

Google war es von Anfang an mit Panda wirklich ernst! Wie auch andere Suchmaschinen lebt Google davon, Usern die relevantesten Suchergebnisse zu präsentieren. Das zeichnet eine gute Suchmaschine aus! Richtig! Aber vor Panda konnte man diese Suchergebnisse mit riesigen Content Farmen beeinflussen.

Panda hilft Google und dem User

Das konnte Google sich nicht mehr länger bieten lassen, ohne seine Glaubwürdigkeit zu verlieren. Also führte Google ein Update des Algorithmus durch und benannte dieses Update nach dem Entwickler, der für die Entwicklung verantwortlich war – Navneet Panda. (Sorry, damit fliegt wohl unser süßes Säugetier aus der Geschichte.)

Das Panda Update hat SEO für immer verändert und es läutete einen Paradigmenwechsel hin zu hochwertigem Content ein. Das erste Update wurde im Februar 2011 ausgerollt und wird seitdem ständig verbessert.

Google verfolgt das Ziel mit seinem Algorithmus so nahe wie möglich an menschliche Denkmuster heranzukommen und nicht zu denken wie eine Maschine (oder eine Software). Das bedeutet, dass Google das bestmögliche Suchergebnis anzeigen möchte, basierend auf menschlicher Wahrnehmung und Interaktion. Panda ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung.

International SEO – Mehr Umsatz dank Panda

Und was hat das nun mit der Übersetzungsbranche zu tun? Ganz einfach! Wir sind gut im Umgang mit Content, vor allem mehrsprachigem Content!

Einer Untersuchung zufolge, die Common Sense Advisory 2014 veröffentlicht hat, sind 60% der weltweiten führenden Markenwebsites mehrsprachig – und zwar im Durchschnitt mit 8,35 Sprachen!

Dies bedeutet, dass größere Kunden ziemlich sicher eine mehrsprachige Website betreiben. Wenn diese Kunden im Internet gefunden werden möchten, benötigen sie relevanten Content. Deshalb ordern viele Kunden bereits jetzt bei der Internationalisierung ihrer Webauftritte die SEO-Optimierung mit.

Die neue Aufgabe stellt für Sprachdienstleister ein völlig neues Geschäftsfeld dar. Der Grund weshalb diese Aufgabe zunehmend Sprachdienstleistern angedient wird liegt auf der Hand. Der klassischen SEO-Agentur fehlt schlichtweg die linguistische Kompetenz.

Natürlich kann auch eine SEO-Agentur eine WDF*IDF-Analyse in mehreren Sprachen durchführen, um herausfinden welche Begriffe in einem Dokument verstärkt oder gar hinzugefügt werden müssen. Dann fehlt aber die muttersprachliche Kompetenz, um das sprachlich sauber umzusetzen.

Dies stellt einen klaren Paradigmenwechsel dar, der sich langfristig für Sprachdienstleister auszahlen wird.

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In 6 Schritten zu erfolgreichem International SEO

Die eigene Website in einer Sprache noch vorne zu bringen ist schon schwer genug. Von Sprachdienstleistern wird aber verlangt, dass sie die mehrsprachigen Websites ihrer Kunden auch noch vorne bringen. Wie dies gelingen kann, zeigen wir hier.

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302 redirect, canonical tag oder hreflang – Hand auf’s Herz: haben Sie immer parat, wo die Unterschiede liegen? Im Folgenden werden die grundlegenden Unterschiede erläutert.

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Keyworddichte, WDF*IDF-Analyse oder doch lieber einfach für den Menschen schreiben? Das alles ist keine Raketenwissenschaft, aber natürlich gibt es ein paar grundlegende Dinge zu beachten. Welche, das lesen Sie hier!
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